Domfreunde unterstützen „Mehr Raum für Nähe“

Mit einer Spende von 3.000 Euro im Gepäck besuchten Vertreter der Domfreunde Münster jetzt das St. Franziskus-Hospital Münster. Die Summe, die im Nachgang auf 4.000 Euro aufgestockt wurde, soll für den Umbau und die Erweiterung der Intensivstation für Frühgeborene und kranke Neugeborene verwendet werden. Zudem bot Domfreund und Designer Dieter Sieger während der Übergabe spontan an, für jedes neue Patientenzimmer eines seiner Kreuze aus speziellem Acrylglas zu spenden, die er anlässlich des Bistumsjubiläums entworfen hatte.

„Wir unterstützen die Spendenkampagne ‚Mehr Raum für Nähe‘ schon einige Zeit, weil die Gesundheit der Kinder aus Münster und dem Münsterland uns sehr am Herzen liegt. Nach einem erfolgreichen Benefizabend zu Gunsten der Kinderklink im vergangenen Jahr wollen wir nun auch selbst Gutes tun“, betonte Peter Glahn im Namen des Vereins. Geschäftsführer Klaus Abel und Pflegedirektor Leonhard Decker bedankten sich bei den Domfreunden und bei Dieter Sieger: „Wir sind stolz darauf, dass wir so starke Partner an unserer Seite haben und freuen uns sehr über die Unterstützung. Die Planungen für die neue Station laufen auf Hochtouren.“ Während des Besuches informierten sich die Vertreter der Domfreunde über die Ideen für den Umbau und die Erweiterung der Frühchenstation.

Chefarzt Dr. Frank präsentierte das ganzheitliche Behandlungskonzept zur Stärkung der Bindung zwischen Mutter bzw. Eltern und ihrem Neugeborenen: „Das Ziel unserer neuen Intensivstation sind durchdacht angeordnete Räume mit möglichst ansprechender und ruhiger Ausgestaltung sowie eine angenehme Licht- und Farbkonzeption. Künftig kann das durch die Gestaltung und die Anordnung der Räume noch besser umgesetzt werden. So wollen wir ein Wohlgefühl schaffen und damit die Genesung der Patienten sowie die Familien unterstützen.“

Architekt Christian Weicken zeigte den aktuellen Planungsstand für die neue Frühchenstation. Neben einem an den Tageszeiten orientierten Lichtkonzept sollen Maßnahmen zu Geräuschreduktion umgesetzt werden, die dem Baby und den Eltern ein Zusammenwachsen in ruhiger Atmosphäre ermöglichen. Die Motiv- und Farbgebung in den Räumen soll sich an der Natur orientieren und viel Raum für Wohlgefühl, aber auch zum Entdecken bieten, zum Beispiel dann, wenn man beim "Känguruhen" mit dem Baby den Blick schweifen lässt.